Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 10.09.2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform „Spektrion“ zwischen dem Betreiber (Spektrion GmbH i. G., Parkallee 3, 16727 Velten, Deutschland — nachfolgend „Anbieter“) und seinen Kunden.
§ 1 Geltungsbereich; ausschließlich Unternehmer
(1) Vertragspartner des Anbieters können ausschließlich Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen werden (nachfolgend „Kunde“ — insbesondere Unternehmen, Mandanten sowie Trainerinnen und Trainer in Ausübung ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit). Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen; ein Widerrufsrecht besteht dementsprechend nicht.
(2) Teilnehmende am Testverfahren sind nicht Vertragspartner des Anbieters. Ihre Teilnahme erfolgt kostenfrei auf Einladung des jeweiligen Kunden und setzt ein Mindestalter von 18 Jahren sowie das Durchlaufen des Einwilligungs-Schritts vor Testbeginn voraus.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Leistungsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt eine browserbasierte Potenzialanalyse als Software-as-a-Service bereit. Die Leistung umfasst den Zugang zum Kunden-Portal, die Durchführung von Analysen über Zugangs-Codes, die Erzeugung von Ergebnis-Reports (PDF) sowie deren Bereitstellung im Portal.
(2) Die Plattform ist ein geschlossenes System; der Zugang setzt eine Freischaltung durch den Anbieter voraus.
(3) Die Analyse ist eine Orientierungshilfe zur Vorbereitung einer menschlichen Entscheidung. Sie ist kein klinisches oder diagnostisches Verfahren und enthält keine Zusicherung der Eignung oder Nichteignung einer Person. Jede Entscheidung über Folgeschritte (Folgegespräch, weitere Erprobung oder keine Weiterverfolgung) trifft und dokumentiert der Kunde (§ 5 Abs. 3); der Fit-Report enthält hierfür ein eigenes Entscheidungsfeld. Eine ausschließlich automatisierte Letztentscheidung findet nicht statt.
§ 3 Zugangs-Codes
(1) Analysen werden über Zugangs-Codes abgerechnet. Ein Zugangs-Code berechtigt zur Durchführung einer Analyse durch eine teilnehmende Person.
(2) Zugangs-Codes sind ab Kauf 24 Monate gültig.
(3) Eine Stornierung ist nur für noch nicht eingelöste Zugangs-Codes möglich; in diesem Fall erhält der Kunde einen Ersatzcode mit neuer 24-monatiger Gültigkeit. Ein Anspruch auf Rückerstattung für bereits eingelöste Zugangs-Codes besteht nicht.
§ 4 Preise, Rechnungsstellung, Zahlung
(1) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Der Kauf von Zugangs-Codes erfolgt auf Rechnung. Die Codes werden unmittelbar nach dem Kauf im Kunden-Portal bereitgestellt und zusätzlich per E-Mail zugestellt. Rechnungen werden als PDF bzw. E-Rechnung bereitgestellt und sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum zahlbar (Zahlungsziel 14 Tage netto).
(3) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen; der Verzugszinssatz beträgt neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB). Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.
§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde lädt ausschließlich Personen ein, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, und informiert sie vor der Teilnahme zutreffend über Zweck und Ablauf des Verfahrens.
(2) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim, gibt sie nicht an Dritte weiter und informiert den Anbieter unverzüglich über einen Verdacht auf Missbrauch.
(3) Der Kunde dokumentiert zu jedem Durchlauf die nach § 2 Abs. 3 vorgesehene menschliche Entscheidung und stellt sicher, dass die Ergebnisse ausschließlich als Orientierungshilfe in seine Entscheidungsprozesse einfließen.
(4) Der Kunde sorgt in seinem Verantwortungsbereich für die datenschutzrechtliche Zulässigkeit der Einladung und Verarbeitung der Teilnehmerdaten (siehe § 9).
§ 6 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter erbringt die Leistung mit angemessener Verfügbarkeit nach dem Stand der Technik; eine ununterbrochene Verfügbarkeit (100 %) wird nicht zugesagt.
(2) Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und mit angemessenem Vorlauf angekündigt. Zeiten geplanter Wartung sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (insbesondere höhere Gewalt, Störungen von Netzen Dritter), gelten nicht als Nichtverfügbarkeit.
§ 7 Nutzungsrechte
(1) Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, die Plattform für eigene Zwecke zu nutzen.
(2) An den erzeugten Reports erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für interne Zwecke, insbesondere zur Vorbereitung und Dokumentation eigener Personal- und Auswahlentscheidungen. Eine Veröffentlichung, Weitergabe an Dritte außerhalb des eigenen Unternehmens oder eine kommerzielle Verwertung der Reports ist unzulässig.
(3) Alle weitergehenden Rechte an der Plattform, dem Verfahren und den Auswertungslogiken verbleiben beim Anbieter.
§ 8 Vertraulichkeit
(1) Die Parteien behandeln alle im Rahmen des Vertrags erlangten Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet oder ihrer Natur nach vertraulich sind (insbesondere Testinhalte, Auswertungslogiken, Reports und Konditionen), vertraulich und verwenden sie ausschließlich zur Vertragsdurchführung.
(2) Die Pflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung offenzulegen sind. Sie besteht für die Dauer von fünf Jahren nach Vertragsende fort.
§ 9 Datenschutz; Auftragsverarbeitung
(1) Für die im Testverfahren verarbeiteten Daten der Teilnehmenden ist der Kunde Verantwortlicher im Sinne der DSGVO; der Anbieter verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO.
(2) Die Parteien schließen hierzu den vom Anbieter gestellten Auftragsverarbeitungsvertrag, der als Anlage Vertragsbestandteil wird (abrufbar unter /avv; Fassung 1.3 vom 10.09.2026).
(3) Für die Verarbeitungen auf der Website und im Rahmen der Vertragsabwicklung gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Personal-, Auswahl- und sonstige unternehmerische Entscheidungen trifft der Kunde in eigener Verantwortung auf Grundlage seiner dokumentierten menschlichen Bewertung (§ 2 Abs. 3, § 5 Abs. 3). Für die Ergebnisse solcher Entscheidungen des Kunden übernimmt der Anbieter keine Haftung; die Analyse enthält keine Eignungszusage.
(4) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 11 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Kunden zumutbar ist und Leistungs- und Vergütungspflichten nicht zu seinen Lasten in ihrem Kerngehalt verändert werden.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Rechtsfolge wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Kunde, gilt die bisherige Fassung fort.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland, ist — soweit gesetzlich zulässig — ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag der Sitz des Anbieters (Velten). Der Anbieter bleibt berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt das Gesetzesrecht.
(4) Diese AGB gelten in der Fassung 1.2 mit Stand vom 10.09.2026.